Schulkonzept

Was ist uns wichtig?

Unsere SchülerInnen sollen lernen, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Wir sehen uns als Begleiter.

Die Kinder werden dort abgeholt, wo sie gerade stehen und von uns unterstützt, gefordert und gefördert.

Wir begegnen den Kindern mit Respekt und stellen sie als denkende und eigenverantwortliche Menschen in den Mittelpunkt.

Eltern sind unsere Partner, der regelmäßige Kontakt und Austausch ist uns ein wichtiges Anliegen. Kooperation unterstützt das Wohlbefinden aller Beteiligten.

Warum erhalten die Kinder bei uns in den ersten Schuljahren keine Noten?

Lernen soll ohne Notendruck und Stress passieren. Schule soll Freude bereiten, sinnvoll und interessant sein.

Wir arbeiten mit einem Lernzielkatalog, mit dem wir Entwicklungsschritte und erreichte Kompetenzen genauestens rückmelden können. Dafür bedarf es genauer Beobachtungen und Aufzeichnungen über die Kinder, denn alle Lernbereiche sind für uns wesentlich. Auch musische, sportlich und soziale Kompetenzen werden beurteilt. Als Vorgabe gilt der österreichische Lehrplan.

Ab der 3. Schulstufe erhalten die Schüler- und Schülerinnen Zeugnisse mit Ziffernnoten.

NEU: Ab 2017/18 findet in jedem Halbjahr für alle Kinder (alle Schulstufen) ein KEL- Gespräch statt (Kind-Eltern- Lehrer- Gespräch). Die Grundlage bildet der Lernzielkatalog.

Elternsprechtage finden für Religion, Werkerziehung usw. zweimal jährlich statt. Die Lehrpersonen sind nach Terminvereinbarungen auch dazwischen immer für die Eltern da.

Warum sind unsere Kinder in jahrgangsgemischten Klassen?

Eine altersgemischte Grundstufe 1 (GS1 – d.h. Vorschule, 1. und 2. Schulstufe) bedeutet, dass jene Kinder, die zwischen 6 und 8 Jahre alt sind, zusammen im Klassenverband unterrichtet werden. Nach Eintritt in die Volksschule haben die Kinder in ihrer Lerngruppe 2 bis 3 Jahre Zeit, die Lehrplanziele der GS1 zu erreichen, - ganz ohne Vorselektion und einer Separierung in einer Vorschulklasse.

Die Durchmischung fördert das soziale Lernen und den Zusammenhalt sehr. Die Kinder lernen von- und miteinander. Neueinschulende werden in eine bestehende Gruppe integriert, wachsen schnell ins Schulleben hinein und können sich besser im Schulalltag orientieren. Die Größeren wiederum erfreuen sich an ihrer Helferrolle und sehen keinen direkten Leistungsvergleich.

In familiärer Atmosphäre lernen die Kinder in unterschiedlichem Tempo, ihre verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten haben Raum und Platz. Im Sinne der Inklusion steht „anders sein“ an der Tagesordnung.

Warum gehört die Volksschule Tisis zu den bewegten Schulen Österreichs?

Stundenlanges Sitzen ist für Kinder weder gesund noch förderlich für das Lernen. Neueste Studien zeigen wie schädlich sich Bewegungsmangel langfristig auf den Körper von Volksschulkindern auswirkt. Bewegung ist daher integraler Bestandteil unseres Unterrichtes und nicht auf die Turnstunden begrenzt.

Das Team der Volksschule Tisis hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit den Themen "bewegtes Lernen" und "Bewegung im Unterricht" auseinandergesetzt und einiges im Unterricht, aber auch im Gebäude geändert. So können die Kinder ihre Position beim Arbeiten immer wieder ändern und zwischen unterschiedlichen Lernumgebungen wechseln. Bewegung wird von den LehrerInnen auch gezielt in den Unterricht eingebaut, wie z.B. beim Fahrdiktat mit Roller, beim Rechnen auf dem Balancierbrett usw.. Auch die Gangbereiche und Stiegenhäuser werden mitverwendet, um den Kindern so viel Raum wie möglich zur Verfügung zu stellen.

Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch die bewegte Pause, die bei jedem Wetter an der frischen Luft stattfindet und wo den SchülerInnen jede Menge anregende Spiel- und Bewegungselemente zur Verfügung stehen. Und wenn es das Wetter zulässt verlegen einzelne Schulklassen ihr Klassenzimmer in den nahe gelegenen Wald, um dort unter freiem Himmel zu lernen.

Die Erfahrungen und Resultate der letzten Jahre zeigen, dass sich ein bewegter Unterricht sehr positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Selbstverständlich nehmen wir auch oft und gerne an Sportveranstaltungen teil oder organisieren sie sogar selbst.

Warum hat eine Klasse mehrere LehrerInnen?

Wir arbeiten in Teams, um uns zu ergänzen (inhaltlich und auch zeitlich) und auszutauschen. Teilweise sind zwei LehrerInnen zugleich in einer Klasse und fördern die Kinder individuell in Kleingruppen.

Neue Lerninhalte können dadurch besser erarbeitet werden und jedes Kind erhält die notwendige Aufmerksamkeit und Ansprache durch mehrere Lehrpersonen.  

Zudem sind wir eine Kooperationsschule zur Pädagogischen Hochschule Feldkirch und bilden angehende PädagogInnen mit aus, die bei uns ihr Tages- oder Blockpraktikum absolvieren können.

Wie sehen unsere Stundenpläne aus?

Alle Kinder der Grundstufe 1 sind in 5 Klassen aufgeteilt (1/2a-e) und haben dieselben Beginn- und Endzeiten, damit sie gemeinsam zur Schule und nachhause gehen können.

Der Unterricht beginnt um 8:00 Uhr, die ideale Ankunftszeit in der Schule ist 7:45 Uhr, sodass sich die Kinder in der Klasse noch einrichten und in Ruhe ankommen können.

Unterrichtsende ist um 11:45 Uhr (bzw. an Tagen mit 5-stündigem Unterricht um 12:35).

Nachmittagsunterricht (jew. bis 15:40):
- 1/2a, 3a und 3b am Montag
- 1/2c, 1/2d und 1/2e am Dienstag
- 1/2b, 4a und 4b am Donnerstag

Der Mittwoch Nachmittag ist reserviert für diverse Interessensförderungen wie z.B. Schach und Denkspiele, Kunterbunt usw. siehe „Freifächer“

>>> unsere Freifächer

Die Stundenpläne gibt es für alle Kinder am ersten Schultag.

Wie schaut der Unterricht aus?

Laut österreichischer Stundentafel werden die meisten Stunden mit dem sogenanntem Gesamtunterricht (GU) ausgewiesen, der Deutsch, Mathematik, Musik, Sachunterricht usw. beinhaltet. Die Unterrichtsstunden gehen fließend in einander über, unterbrochen von der großen Pause um 9:40 Uhr, in der die Kinder im Freien spielen und sich austoben können und werden je nach Aufmerksamkeitsspanne von den LehrerInnen unterschiedlich strukturiert.

Kurze gemeinsame Sequenzen dienen der Erarbeitung neuer Lerninhalte.

Mit Wochenplänen sind unsere SchülerInnen selbst organisiert am Arbeiten und können an verschiedenen Materialien in unterschiedlichem Tempo üben.

Wie fördern wir unsere Kinder?

Unsere Förderungen finden integrativ statt, d.h. während des Vormittags und werden im ersten Halbjahr für lernschwächere und im zweiten für lernstärkere Kinder organisiert.

Zusätzlich finden Dyskalkulie-, Legasthenie-, und Sprachförderungen statt, die zum Teil blockweise organisiert werden.

Zudem werden Kinder mit anderer Erstsprache als Deutsch von einer Lehrperson beim Erlernen der neuen Sprache intensiv begleitet und kräftig unterstützt. 

Wie/Was können Eltern zum Gelingen beitragen?

Für viel Bewegung und frische Luft in der Freizeit sorgen, eine gesunde Jause mitgeben, bequeme, zweckmäßige Kleidung anziehen, Pünktlichkeit, einen bewussten Umgang mit Medien und deren Konsum, Interesse für die Schule, gelegentlich Begleitung bei Ausflügen, Unterstützung, Hilfe und Kooperation bei evtl. Schwierigkeiten.